Zahlen und Fakten

Die Genossenschaft im Überblick

Unternehmensdaten Stand 31.12.2021

Gründung 03.03.1919
Bilanzsumme 34,06 Millionen Euro
Eigenkapital 12,99 Millionen Euro
Umsatzerlöse aus Hausbewirtschaftung  5,38 Millionen Euro

Mitglieder und Geschäftsanteile

1.258 Mitglieder haben 14.360 Geschäftsanteile gezeichnet. Jedes Mitglied beteiligt sich an der Genossenschaft mit einem Pflichtanteil in Höhe von 160,00 €. Bei der Vergabe einer Wohnung sind über diesen Pflichtanteil hinaus, noch 9 weitere Geschäftsanteile zu übernehmen (Geschäftsguthaben 1.600,00 €).

Personal

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Genossenschaft 8 kaufmännische und 3 technische Mitarbeiter in Vollzeit sowie 2 Teilzeitbeschäftigte. Es bestehen 2 Ausbildungsverhältnisse und es werden 7 Mitarbeiter geringfügig beschäftigt.

Eigentum der Genossenschaft

Im Bestand der BGM sind 91 Mietwohngebäude mit 641 Wohnungen, 3 Gewerbeeinheiten und 1 Verwaltungsgebäude. Hinzu kommen 6 Tiefgaragenbauten und 11 Garagenbauwerke mit insgesamt 173 Garagenplätzen sowie 162 PKW-Stellplätze.

Modernisierung und Instandhaltung

Schwerpunkt unserer Modernisierungstätigkeit waren die Arbeiten am Hochhaus Wallensteinstraße 25 in Stuttgart-Freiberg. Der 3. und 4. Bauabschnitt umfasste ursprünglich die Sanierung der Faserzementgebäudeverkleidung und die Errichtung eines zusätzlichen Aufzugsturms für die barrierefreie Erschließung des Laubengangs. Hinzu kamen Abbrucharbeiten der Beton- und Faserzementbrüstungen an den 10 Laubengängen, wodurch es zu Verzögerungen an den geplanten Arbeiten sowie der Anbringung der neu gestalteten Laubengangbrüstungen kam. Die Fertig- und Wiederherstellung der Außenanlage und der Außenstellplätze ist im 2. Quartal 2022 vorgesehen. Das Stuttgarter Architekturbüro ARP und die Bauunternehmung Gottlob Rommel GmbH und Co. KG haben gemeinsam mit den Mietern sämtliche Unwägbarkeiten gemeistert. Die Aufwendungen für die umfassenden Baumaßnahmen am Hochhaus Wallensteinstraße 25 mit 66 Wohneinheiten summieren sich im Jahr 2021 auf 3,74 Mio. €.

Sämtliche Nutzerwechsel wurden genutzt um die frei gewordenen Wohneinheiten (WE) für die neuen Mieter umfassend zu modernisieren und an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Insgesamt wurden für 6 umfassend renovierte WE 234,8 Tsd. € aufgewendet. In 8 WE wurden Teilmodernisierungen für insgesamt 109,3 Tsd. € vorgenommen. In weiteren 8 WE wurden für Einzelmaßnahmen 41,3 Tsd. € aufgewendet. In 23 WE wurden Instandhaltungen im Bereich bis 3.000,00 € vorgenommen. Für Kleinreparaturen bis 1.000,00 € wurden insgesamt 73,8 Tsd. € und für die allgemeine Gebäudeinstandhaltung im Berichtsjahr 273,3 Tsd. € aufgewendet.

Als Einzelmaßnahme in Stuttgart-Münster wurden für 172,2 Tsd. € Fassadenanstriche sowie dazugehörige Nebenarbeiten und Sicherheitschecks an den Vorstellbalkonen an 6 Gebäuden in der Moselstraße und dem Gebäude Freibergstraße 44 durchgeführt.

Neubautätigkeit

Der erste Spatenstich für unser Neubauvorhaben in Stuttgart-Freiberg mit 31 Wohnungen in der Balthasar-Neumann-Straße 14-16 erfolgte im April 2021. Die Zusammenlegung der einzelnen Grundstücke stellte sich als zunehmend schwierig heraus. Der Städtebauliche Vertrag mit der LH Stuttgart für die 10 Belegungsrechte wurde zusätzlich überarbeitet. Dadurch verzögerte sich die Erteilung der Baugenehmigung und die Baufreigabe. Der Baubeginn erfolgte 6 Monate später und hat entsprechend Auswirkung auf die Fertigstellung im Frühjahr 2023. Das Stuttgarter Architekturbüro ARP ist für das Bauvorhaben verantwortlich. Die Arbeiten schreiten zügig voran. Zum Jahresende 2021 war der Rohbau erstellt und die Elektroarbeiten in vollem Gange. Nachdem im Rahmen der Bauvorbereitung in den Vorjahren bereits Kosten in Höhe von 459,8 Tsd. € angefallen waren, sind im Jahr 2021 Aufwendungen in Höhe von 2,79 Mio. € dazugekommen.

Das zweite Neubauvorhaben der BGM mit ca. 29 Wohneinheiten im Gebiet Neckarpark Bad Cannstatt (Baufeld Q5) befindet sich in der Bauvorbereitungsphase. Der Architektenwettbewerb wurde, in Zusammenarbeit mit zwei Stuttgarter Baugenossenschaften, im Berichtsjahr durchgeführt. Das Stuttgarter Architekturbüro ARP wird für die BGM das Gebäude mit Tiefgaragenanteil erstellen. Im Berichtsjahr wurde mit den Untersuchungen und der Erstellung des Baugesuchs begonnen. Die weitere Planung und Durchführung der wichtigsten Gewerke für die Baumaßnahme wird im Rahmen einer Bauherrengemeinschaft mit der BG Luginsland eG und BG Bad Cannstatt eG erfolgen. Im Berichtsjahr wurden für das Neubauprojekt „Q5“ 63,8 Tsd. € aufgewendet.

Projekt „Zukunft Münster 2050“

Im Kernbereich der BGM, im Quartier Moselstraße, plant die Baugenossenschaft eine Transformation und Erneuerung. Die bestehenden Wohngebäude aus den 1930er und 1950er Jahren wurden umfassend untersucht. Ihre Baukonstruktion sowie die vorhandenen Grundrisse sind nicht mehr zeitgemäß und die Gebäude sind technisch und energetisch sanierungsbedürftig. Die BGM will zeitlich gestaffelt, die vorhandenen Gebäude durch zukunftsorientierte Wohnhäuser ersetzen und dabei soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen.

Der Prozess der Quartiersentwicklung Moselstraße in Stuttgart-Münster, wurde im Jahr 2017 mit einem Studentenwettbewerb der Hochschule für Technik begonnen und wird aktuell im Dialogverfahren mit der Bürger- und Mieterschaft weitergeführt. In mehreren Veranstaltungen wurden Befragungen vorgenommen, die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung vorgestellt und dokumentiert. Diese sind wichtige Aspekte, die es bei der weiteren Quartiersentwicklung in der Moselstraße 86 bis 102 und Freibergstraße 44 zu berücksichtigen gilt. Die Mitglieder und Bewohner haben zusammen mit der Stadtberatung Dr. Fries 8 Leitsätze erarbeitet, die Teil der Auslobungsunterlagen für den internationalen Architektenwettbewerb geworden sind. Der Wettbewerb wird von der IBA 2027 begleitet und unterstützt. Der 1. von insgesamt ca. 4 Bauabschnitten mit ca. 60 Wohnungen soll zur Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027 (IBA´27) fertiggestellt werden. Für die Bürgerbeteiligung und die Wettbewerbsvorbereitung durch das Architekturbüro Project GmbH wurden im Berichtsjahr 99,7 Tsd. € aufgewendet.